Alternative Energien und Energiepolitik
2.3 .Energiewirtschaftliche Monopole und Stand der Energiepolitik heute
Die großen Stromkonzerne (EVU=Energieversorgungsunternehmen) decken fast 90 % des Energiebedarfs der BRD ab. Die Evu besteht aus den Konzernen, die in Abbidung 3 zu sehen sind. (Vgl. 12, S. 21),
Eine Tatsache ist, daß die großen Stromkonzerne EVU auch bei den alternativen Stromquellen ihre Hand im Spiel haben. Über die Hälfte des erzeugten Stromes durch die erneuerbaren Energiequellen wird durch die EVU erzeugt. (Vgl. 12, S. 24).
Die Bundesregierung subventioniert die Steinkohle als Energieerzeuger mit rund 8 Milliarden DM im Jahr. Dagegen stehen nur 1 Milliarde für alternative Energiequellen. Auch in der Energieforschung in Privatunternehmen werden nur 12,5 % des Budget für alternative, aber 70 % für fossile Energieträger ausgegeben (Vgl. 3, S. 7, 28). Im Strompreis der EVU werden die sozialen, ökologischen Kosten, die die Verbrennung fossiler Brennstoffe mit sich führt, nicht berücksichtigt. (Vgl. 11, S. 8 und 13, S. 222).
Nachdem die Mauer gefallen war, hat sich die EVU auch schnell in den Osten expandiert und übernahm da die Aufrichtung der Hochspannungsleitungen und Umrüstung auf 380 kV. (Vgl. 2, S. 39).
Die Konzessionsverträge, die die Energieversorgung zwischen Kommunen und EVU im einzelnen regelt, liefen 1995 aus. Die EVU aber reagierte schnell und sicherte sich, durch niedrige Strompreise und verlockende Angebote, die weitere Energieversorgung von 6.000 Westdeutschen Kommunen. (Vgl. 1, S. 61 und 13, S. 222).
