Umweltschutz und Alternative Energien - Hintergrundinformationen zum Thema

Abfallentsorgung

3.2.2 Brennstoff aus Müll


A
Das Ziel von BRAM ist die Herstellung von Brennstoff aus dem Müll. Durch die mechanische Aufbereitung wird ein Material hergestellt, das Im Vergleich zu Rohmüll einen höheren gleichmäßigeren Heizwert hat. Ferner einen niedrigeren Wassergehalt und einen niedrigen Gehalt an Schadstoffen wie Chlor, Schwefel und Schwermetallen besitzt. BRAM Ist über längere Zelträume lagerfähig und kann In vorhandenen konventionellen Feuerungssystemen ohne zusätzliche Rauchgasreinigungen verbrannt werden. Der Müll wird so getrennt, dass der heizwertreiche organische Anteil herausgefiltert wird und anschließend In Briketts gepresst wird. Der Hauptanteil liegt mit 70 bis 85 % bei Papier und Pappe. Ferner bestehen die Briketts zu 10 bis 13 % aus Kunststoff. Die Nachteile von BRAM ist der nur halb so große Heizwert gegenüber Steinkohle. Im Gegensatz zum Biogas entstehen bei BRAM feste Rückstände wie Schlacken, Aschen usw. Außerdem befinden sich die BRAM-Projekte alle noch Im Versuchstadium, daher sind die Kosten und die Wirtschaftlichkeit noch nicht vorherzusagen. Der Durchsatz der BRAM-Systeme beläuft sich auf 1,5 Tonnen Rohmüll pro Stunde. Bei der Herstellung entstehen nur geringe Umweltbelastungen und die Schwefeldioxydkonzentrationen in den entstehenden Rauchgasen sind sehr gering(Vgl. (2) S. 150-156).

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