Umweltschutz und Alternative Energien - Hintergrundinformationen zum Thema

Pyrolyse

3.2.3 Pyrolyse



Unter Pyrolyse versteht man die chemische thermische Zersetzung fester und flüssiger Stoffe unter Luftabschluss bei Temperaturen von 400 bis 700 Grad. In den Pyrolyse Anlagen können alle brennbaren Stoffe aus dem Hausmüll , wie z. B. organische Abfälle, zellulosehaltige Abfälle, Gummi, Kunststoff, Papier, Textilien, Öle und Fette verarbeitet werden. Diese Anlagen haben einen durchschnittlichen Durchsatz von 1 bis 3 Tonnen pro Stunde. Bei Temperaturen um 500 Grad und unter Luftabschluss werden aus dem Müll Schwelgase gewonnen die dann zur Erzeugung von Energie verfeuert werden. Bei diesem Pyrolyse Vorgang entstehen viel weniger Schadgase als bei der Verbrennung. Das ist durch die niedrigen Temperaturen zu erklären. Die in den Resten enthaltenen Metallanteile oxidieren nicht und können so direkt wlederverwertet werden. Die Vorteile der Pyrolyse Anlagen slnd, dass auch Sonderabfälle verarbeitet werden können, keine Abwässer entstehen und die Rückstände teilweise direkt recycelbar sind. Allerdings arbeiten diese Pyrolyse Anlagen recht unwirtschaftlich. Nur 60 % der erzeugten Energie können als Strom oder Fernwärme umgesetzt werden. 40 % Verluste entstehen durch den Eigenbedarf (Vgl (2) S. 130- 145). Außerdem befinden sich auch Pyrolyse Anlagen noch in der Erprobungsphase (Vgl. (3) S. 33-35).

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