Abfallentsorgung
3.4.2 Kompostierung
Bei der Kompostierung geht es darum, dass tote organische
Substanz von Mikroorganismen In einfache Grundstoffe zerlegt wird.
Die Zersetzer sind aerobe Bakterien (Welche viel Sauerstoff
brauchen) und anaerobe Bakterien (kommen ohne Luftsauerstoff
aus). Bei der Zersetzung bei der Kohlendioxid, Nitrate und Sulfate
entstehen, kommt es zu Temperaturen zwischen 50 und 80 Grad.
Bei dieser Temperatur wird der Stoffabbau beschleunigt, da dann
die Bakterien am aktivsten sind. Um besonders gut kompostieren zu
können, muss das Material genügend feucht sein, gut belüftet
werden, reich an organischen Stoffen und frei von
bakterienschädlichen Stoffen sein.
Läuft die Zersetzung bei mangelnder Luftzufuhr ab, wenn also die Masse stinkend verfault, spricht man von Faulung. Hier sind hauptsächlich die anaeroben Bakterien beteiligt, durch die es zu dem üblen Geruch durch entstehende Faulgase kommt. Ein weiteres Problem sind die chemischen Schadstoffe und Schwermetalle, die sich Im Kompost befinden. Bisher werden in der Bundesrepublik nur 2 bis 3 %_des Mülls kompostiert. Das ist im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern wenig. Zu erklären Ist dies durch hohe Qualitätsanforderungen der deutschen Abnehmer und fehlender Werbung für Kompost. Es wird aber ein Verbesserungsprojekt In Nordrhein-Westfalen entwickelt. Der Torfabbau in der BRD Ist begrenzt, daher wird zunehmend Müllkompost zur Düngung genommen. Um das Problem der Schwermetalle zu lösen, wird das Material Jetzt vor der Rottephase von Metallen, Glas, Plastik und Hartstoffen befreit. Entsprechend entlastet. Ist der entstehende Kompost nahezu schadstofffrei (Vgl. (5) S. 423-431)
